Checkliste für Anwalt am Telefon
So holen Sie mit einem Anruf bei Ihrem Anwalt das Beste heraus:
Gute anwaltliche Beratung hat ganz wesentlich mit richtigen und vollständigen Informationen zu tun. Bevor Sie zum Hörer greifen, sollten Sie deshalb einige Hinweise beachten. So sparen Sie Zeit und Geld und schaffen die Grundlage für ein Gespräch, das Sie entscheidend voran bringt.
- Ihr Problem ist sehr komplex und schon der Sachverhalt füllt ganze Aktenordner? Dann hilft Ihnen ein Gespräch nur, wenn sich der Fall auf eine konkrete Frage zuspitzen lässt.
- Berichten Sie über Ihren Fall möglichst chronologisch - etwa: Am 20. März bekam ich ein Knöllchen; am 30. März folgte der Bußgeldbescheid; am 30. April habe ich gezahlt. Am 2. Mai kam eine Mahnung über ausstehende Gebühren - und berichten Sie am Stück. Notieren Sie sich die wesentlichen Eckpunkte bereits in der Vorbereitung auf einem Blatt Papier.
- Legen Sie Schriftstücke, die wichtig sein könnten, vor Beginn des Gesprächs bereit. Zum Beispiel die Aufforderung Ihres Ex-Vermieters, die Wohnung zu renovieren.
- Nachdem Sie über Ihr Problem berichtet haben, wird der Anwalt in der Regel ergänzende Fragen stellen. Notieren Sie diese Fragen, damit Sie später notfalls auch Antworten nachreichen können.
- Notieren Sie nach dem Telefonat in kurzen Stichpunkten alles Wesentliche zum Gesprächsverlauf. Also: Wann haben Sie mit welchem Anwalt über welches Problem gesprochen und wie war das Ergebnis des Gesprächs.
Beispiel:
• Telefonat am 12. Dezember, 10.45 Uhr.
• Anwalt: T. Werner-Nalbach.
• Thema: Mahngebühren Bußgeldbescheid.
• Ergebnis: Widerspruch einlegen bis zum 15. Dezember.
• Dauer des Telefonats: rd. 10 Minuten
- Klären Sie, wann Sie den Kollegen am besten erreichen, wenn es Nachfragen geben sollte.
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